Ablauf

Vom Krankenhaus ins Heim

Die Entlassung hat ein Datum, der Dauerplatz oft keins. In dieser Lücke werden Verträge unterschrieben, deren Zeilen niemand gelesen hat. Der Sozialdienst des Krankenhauses ist der erste Tisch, nicht das erste Prospekt.

Bevor das Bett frei sein muss

Liegt der Pflegegrad noch nicht fest und hängt die weitere Versorgung daran, begutachtet der Medizinische Dienst innerhalb von fünf Arbeitstagen. Schließt sich Kurzzeitpflege direkt an, folgt die abschließende Begutachtung innerhalb von zehn Arbeitstagen nach Beginn der Kurzzeitpflege. Die Regel steht beim Bundesgesundheitsministerium unter den Begutachtungsfristen. Den Antrag stellt die Kasse, anstoßen kann ihn der Sozialdienst noch vom Flur aus.

Kurzzeitpflege überbrückt bis zu acht Wochen aus dem gemeinsamen Jahresbetrag von 3.539 Euro. Unterkunft und Essen in diesen Wochen sind oft selbst zu zahlen. Ein Kurzzeitplatz im Wunschhaus ist praktisch. Eine Zusage auf den späteren Dauerplatz gilt, wenn sie schriftlich ist.

Was Sie nicht im Entlassgespräch unterschreiben müssen

Eine mündliche Hausnummer „um die 3.000 Euro“ ist kein Angebot. Bitten Sie um die Zeilen aus dem Anschreiben: EEE, Unterkunft, Verpflegung, Investitionskosten, Zimmerzuschlag, Wartezeit. Drei Häuser, nicht das eine, das heute anruft.

Wer unterschreibt, braucht entweder die eigene Entscheidung der einziehenden Person oder eine Vollmacht, die das erlaubt. Liegt keine vor und kann die Person den Vertrag nicht mehr selbst schließen, ist das Betreuungsgericht der Weg, nicht die Unterschrift des Kindes „der Einfachheit halber“. Dazu die Seite Vollmacht.

Geld in derselben Woche

Wenn Rente und Erspartes die Rechnung absehbar nicht tragen, den Antrag auf Hilfe zur Pflege stellen, bevor Mahnungen laufen. In NRW, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern parallel das Pflegewohngeld für die Investitionskosten prüfen. Beides kann der Sozialdienst ansprechen. Bewilligen tut es das Amt.